29. Bayerisches Infanterie-Regiment (Jäger-Regiment)

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Vorlage:Infobox Militärische Einheit Das 29. Bayerische Infanterie-Regiment (Jäger-Regiment) wurde am 25. Oktober 1916 aus Reserve-Jäger-Bataillonen für den rumänischen Kriegsschauplatz formiert.[1]

Organisation

Name

  • 25. Oktober 1916 - 29. Bayerisches Infanterie-Regiment (Jäger-Regiment) (KB IR 29)

Unterstellungen

Vorlage:Nur Liste 23. Oktober 1916

Armee: Donau-Armee

3. Dezember 1916

  • Regiment: 29. bayr. Infanterie-Regiment (Jäger-Regiment) (KB IR 29) (Aschauer)

10. Dezember 1916

  • Bataillon: bayr. RJB 1 und RJB 9 (Pflügel)

17. Dezember 1916

  • Bataillon: Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 9 (RJB 9) (Brendel)

8. August 1917

Armee: 9. Armee (v. Eben)

18. August 1917

  • Armee-Korps: XVIII. Reserve-Korps (XVIII. RK) (Sieger)
    • Division: 217. Infanterie-Division (217. ID) (v. Gallwitz gen. Dreyling)
      • Brigade: 18. Landwehr-Infanterie-Brigade (Vogel)
        • Regiment: 29. bayr. Infanterie-Regiment (Jäger-Regiment) (KB IR 29) (Aschauer)
          • Bataillon: Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 9 (RJB 9) (Engels)

Gliederung

Unterstellte Truppenteile

  • 6. Januar 1917
    • k. u. k. V/76 wurde dem Jäger-Regiment unterstellt
  • 3. Februar 1917
    • zur Dienstleistung erhält das Bataillon österreichische Offiziere der k. u. k. 40. Brigade im Austausch

Hauptbewaffnung

Französisches MG
MG 08

Die Reserve-Jäger-Bataillone waren bewaffnet mit

Geschichte

Gründung

Das Regiment bestand als solches schon im Westen und hat als solches von August bis September in Verdun gefochten. Dort wurde es aufgelöst und trat jetzt wieder zusammen. Von seinem Stamm war nur noch das bayr. Reserve-Jäger-Bataillon 1 vorhanden. Deren Kommandeur übernahme als Regimentskommandeur die Führung des Regiments. Es traten die Reserve-Jäger-Bataillone 7 und 9 hinzu. Die offizielle Bezeichnung des Regiments lautete: 29. Bayerisches Infanterie-Regiment (Jäger-Regiment)

Die folgenden Tage in Cobadinu[2] diente dem Zusammenwachsen der Bataillone.

Regimentskommandeur

Dienstgrad Name Beginn der Berufung
Oberstleutnant Aschauer 23. Oktober 1916

Erster Weltkrieg

Vorlage:Hauptartikel 1916

Die Obersten Heeresleitung (OHL) befahl am 3. Oktober, dass sich die Bataillone am 7. verladebereit zu dessen Verfügung zu stellen hätten.

Schlacht am Argesch

Nachdem sie an den südlichen Rumänischen Kriegsschauplatz versetzt worden waren, wurde dort am 26. Oktober ein Jäger-Regiment,[3] zu deren Teil auch das 7. und 9. Bataillon werden sollten, neu gebildet. Seine Bezeichnung sollte 29. Bayerisches Infanterie-Regiment (Jäger-Regiment) sein.

Am Bahnhof Cernavodăs empfingen die Bataillone den Feldmarschall v. Mackensen. Dieser verließ allerdings seinen Zug nicht und befahl lediglich den Regimentskommandeur zu sich.

Das Regiment überquerte die Donau und besetzte Zimnicea im Rücken der Höhe 61. Als der Brückenkopf zur Überquerung der Donau gesichert worden war, folgte ihnen über die Brücke die gesamte Donau-Armee. Das waren das Generalkommando (z.b.V.) Nr. 52, 2. Kavallerie-Division (2. KD), 217. ID, der 12. und 1. bulgarischen sowie der 26. türkischen Division.

Am 1. Dezember wurde das Dorf Poșta am Argesch und somit die Fortlinie um Bukarest erreicht. Am Ende der nun beginnenden Schlacht am Argesch wurde Bukarest am 6. Dezember erobert.

Als der Bataillons-Kommandeur der 9. Jäger krankheitsbedingt ausfiel, wurde ein Bataillon à 6 Kompanien aus dem bayr. RJB 1 und den RJB 9 unter der Führung des Majors Pflügel formiert.

Am 12. Dezember wurde der Entente ein Friedensangebot, das ohne Folgen bleiben sollte, unterbreitet.

Als am 15. Ersatz für das bayr. RJB 1 eintraf, löste sich dieses wieder aus dem Bataillonsverbund. Die Führung des RJB 9 übernahm Hauptmann Brendel vom bayr. RJB 1.

Am 22. Dezember wurden die 9. Jäger in Divisionsreserve nach Neu-Găiseanca verlegt, kehrten jedoch schon am 25. zurück. Das Regiment griff das von Russen besetzte Dedulești an. Das 9. Jäger wurden am 27. zur Abschnittsreserve.

1917

Die etwa 40 km breite russische Hauptstellung, der sogenannte Brückenkopf von Brăila, griff das Regiment am 4. Januar mit an. Der Feind wurde bis an den Sereth, der als natürliche Grenze den weiteren Vormarsch durch Rumänien beendete, zurückgedrängt.

Der Abschnitt des Jäger-Regiments im jetzt beginnenden Stellungskrieg war von der Mündung des Buzaul in Richtung Süden. Zum Kaisergeburtstag fand in Latinul,[4] dem Ruhequartier, eine Parade des RJB 7 und dem halben RJB 9 statt.

Im Austausch zur dreimonatigen Dienstleistung trafen am 3. Februar abkommandierte österreichische Offiziere der k. u. k. 40. Brigade beim Regiment ein. Im März trafen 40 Elsässer von der Westfront als Austausch beim Bataillon ein.

Zwischen dem 19. und 22. März fanden mehrere Bataillonsbesichtigungen statt. Eine Vorbesichtigung mit anschließenden Parademarsch durch den Kommandeur, Divisionskommandeur und Brigadekommandeur in Boldul,[5] und die Besichtigung der 217. ID durch den Oberbefehlshaber v. Falkenhayn in Balta-Albă-West.

Am 11. April löste das Jäger-Regiment das 2. Jäger-Regiment (HJB 10, RJB 10 und RJB 14) des Alpenkorps in Focșani (Abschnitt Găgești) nahe der Putna ab.

v. Mackensen beseitigte die ruhenden Truppenteile am 23. Mai, Erzherzog Friedrich am 28. Mai.

In der Taktik wurde nun verstärkt Wert auf die Tiefengliederung der Maschinengewehr-Stellungen gelegt.

Das Regiment wurde im Kuni in die Stellung im Abschnitt Vitănești verlegt.

von der Isonzo-Front kommend, wurde das Regiment wird um das k. u. k. Landsturm Bataillon III/5 als dessen IV. Bataillon verstärkt. Es wurde ein russischer Angriff erwartet.

Kurz bevor dieser jedoch stattfinden sollte, wurde das Regiment ins Alpenkorps in der Moldau versetzt. Es eroberte mit jenem die Höhe 332 in der Schlucht von Panciu. Im Anschluss hieran ging es für das Jäger-Regiment zurück in die Walachei.

Der neuernannte Kommandierende General besichtigte es kurz nach dessen Rückkehr in seine alte Stellung am 30. September in dieser.

Stellung bei Muncelul

Im Oktober kam das Regiment in eine neue Stellung, nördlich Irești, bevor es im November in die Stellung bei Muncelul[6] versetzt wurde.

Aufgrund der Waffenstillstandsverhandlungen mit Russland gab der Heeresbericht bekannt: Seit dem 4.12. fällt kein Schuß mehr. Ab dem 9. Dezember endete mit dem Waffenstillstand von Focșani der Kampf an der rumänischen Front. Der Raum zwischen den Fronten galt von nun an als neutrale Zone.

1918

Am 1. Januar wurden 238 Oberjäger und Jäger unter 35 Jahren zur Verwendung an der Westfront an die 216. ID abgegeben. Dafür erhielt es Ersatz an älteren Mannschaften und Elsässern. Der Divisionskommandeur besichtigte es am 21. Januar in Muncelul.

Nach dem Friedensschluss wurden 8 Divisionen frei.

Die 217. ID wurde in die erstmals unabhängige Ukraine zu deren Schutz vor Unruhen verlegt.

In Nikolajew kam es am 6. April zu einem Aufstand, der von der Division niedergeschlagen wurde.

Das am 16. April am Dnepr zusammengestellte Detachement Assauer operierte von da an selbstständig im Rahmen des allgemeinen Vormarsches an die Krim. Perekop wurde am 19. angegriffen, um den Übergang zur Krim zu erzwingen. Nach dem Einmarsch auf die Krim trat das Regiment wieder in den Divisionsverband zurück.

Der Ukrainische Staat entstand am 29. April. Die Festung Sewastopol, einst Hauptetappenort der Kaukasus-Armee, wurde am 3. Mai zum Gouvernement erklärt. Generalmajor Frhr. von und zu Egloffstein wurde zu dessen Gouverneur und Oberstleutnant Assauer zu dessen Kommandanten ernannt. Das RJB 9 besetzte ab 10. Mai den westlichen Stadtteil westlich der Südbucht. Seine 1. Kompanie wurde Wachtkompanie, die 2. stand zur Verfügung der Hafenkommandantur, die 3. wurde als Polizei-Kompanie eingeteilt, die 4. und 1. MGK waren als Reserve des Stadtkommandanten im Marine-Hospital, das 2. MGK in einem Hotel. Die 2. Kompanie wurde am 15. Juni durch die Marine-Abteilung Krim abgelöst.

Generalfeldmarschall v. Eichhorn nahm hier am 7. Juli eine große Parade ab.

Die Türkei bekam durch den Vertrag Baku, Kars und Erivan zugesprochen. Georgien stellte sich, um den zunehmenden Einfluss der Türkei im Kaukasus entgegenzuwirken, unter deutschen Schutz. Deutschland entsandte daraufhin General Kreß von Kressenstein mit der Kaiserlich Deutschen Delegation im Kaukasus nach Tiflis. Das Regiment, das 15. Juli der Befehl zur Versetzung dorthin erreichte, wurde dessen Schutzwache. Der in den Kriegsjahren in Konstantinopel als Wohnschiff benutzte HAPAG-Dampfer Corcovado holte es ab.

Am 11. August, einem Sonntag, fand in Poti eine Parade statt. Der Generalmajor Sumbatow der 1. grusinischen Division schritt mit zwei anderen grusinischen Generälen, 30 höheren Offizieren, dem Zivilgouverneur, dem Bürgermeister und Abordnungen zunächst die Front der Vertreter des Deutschen Reiches ab.

Ende September wurde eine besondere Truppenabteilung, zu dem auch das Jäger-Regiment gehören sollte, durch das Kommando der Truppen am Schwarzen Meer gebildet. Im Zusammenhang mit den Vorgängen an der bulgarischen Front erging am 11. Oktober der Befehl, die Truppenbewegungen einzustellen und dass die Truppen in ihren Standorten, für das Regiment war es Poti, zu verweilen hätten. Auf dem russischen Truppentransport-Dampfer "67" wurde das Regiment am 31. Oktober abtransportiert und war am 4. November wieder in Sewastopol.

Am 7. November traf der Befehl ein, sich in Odessa zu sammeln. Der Transporter, der sie hierher brachte, lief am 9. November mit ihnen wieder aus und erreichte sein Ziel am 11. Am 12. November erreichten das Regiment die Nachrichten über die Ereignisse des 9. Novembers und es wurden Soldatenräte gebildet. Der nächste eingehende Befehl ordnete den Rückzug an. Zu diesem Zweck wurden dem Regiment Züge gestellt. Mit dem Verlassen Odessas zersplitterte das jetzt ehemalige Regiment.

Einige k. u. k. österreichische Staffeln und eine Feldbäckerei-Kolonne wurden am 15. demobilisiert.

In Rowno ergeht am 23. November an den Regimentstab sowie das RJB 9 und die Gebirgsbatterie 3 zum Generalkommando des III. Reserve-Korps nach Białystok kommen. Der Transport dorthin sollte am 27. November fahren, fuhr jedoch erst am 3. Dezember.

Der Zug der 4. Kompanie verlor den Anschluss und fuhr anstatt wie geplant über Krakau nach Schlesien abgeleitet über die Karpaten nach Ungarn. In Budapest wurde sie dann von den Franzosen interniert.

Literatur

  • Erich Karitzky: Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 9; erste Auflage, Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. D. 1925, 156 Seiten

Einzelnachweise

  1. Regiments-Tages-Befehl vom 25. Oktober 1917
  2. Auch wenn der Ort im LINK auch Cobadin heißt, so ist es mehr als wahrscheinlich, dass es sich bei ihm um den in deutschen Regimentsgeschichten des Ersten Weltkriegs erwähnten Ort Cobadinu handelt
  3. Das Regiment kämpfte bereits in Verdun und danach aufgelöst wurde. Lediglich das bayr. RJB 1 sowie dessen Stab gehörten bereits dort zu dessen Stamm.
  4. Wenn das Dorf im LINK auch Latinu heißt, so ist es mehr als wahrscheinlich, dass es sich bei ihm um den in deutschen Regimentsgeschichten des Ersten Weltkriegs Ort Latinul handelt
  5. Wenn die Gemeinde im LINK auch Boldu heißt, so ist es mehr als wahrscheinlich, dass es sich bei ihm um den in deutschen Regimentsgeschichten des Ersten Weltkriegs Ort Boldul handelt
  6. Wenn das Dorf im LINK nur Muncelu heißt, so ist es mehr als wahrscheinlich, dass es sich bei ihm um den in deutschen Regimentsgeschichten des Ersten Weltkriegs Ort Muncelul handelt

Siehe auch

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