3. Nationalpark in Bayern

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Der 3. Nationalpark in Bayern ist ein geplanter Nationalpark (IUCN Kategorie II) in Bayern. Er soll neben dem Bayerischen Wald und Berchtesgaden der 3. Nationalpark in dem Bundesland sein. Im Juli 2016 gab Ministerpräsident Horst Seehofer bekannt, er habe die Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) beauftragt ergebnisoffen zu suchen. Er schränkte ein, bei der Suche sei der langem von Naturschutzverbänden favorisierte Steigerwald ausgenommen.[1]

Entwicklung und Gebietssuche

Die Forderung nach einem dritten Nationalpark in Bayern besteht mindestens seit Mitte der 2000er Jahre. 2007 forderte der Georg Sperber, ehemaliger Leiter des Buchenwaldforstamtes Ebrach im Steigerwald leidenschaftlich "den dritten Nationalpark in Bayern, und der muss endlich ein fränkischer sein."[2]

2011 übergaben LBV, BN und WWF Deutschland über 30.000 Unterschriften an den damaligen bayerischen Umweltminister Markus Söder für einen Nationalpark im Steigerwald.[3]

Nach einer Klausurtagung 2016 kündigte der bayrische Ministerpräsident an, dass es einen 3. Bayrischen Nationalpark geben wird. Seehofer sagte in seiner Erklärung Mitte 2016, dass auch ein Länderübergreifender Nationalpark zwischen Bundesländern oder mit Nachbarstaaten möglich wäre. Der Fokus läge auf Gebieten mit Staatswald, da dort die Ausweisung leichter sei.[1]

Diskutierte Gebiete

  • Steigerwald in Franken, eines der größten Buchenwaldgebiete in Deutschland. siehe Abschnitt unten
  • Ammergebirge (Ammergauer Alpen). Die Projektfläche sind im bayerischen Staatsbesitz (über 23.000 Hektar). Einige Anwohner befürchten Nutzungseinschränkungen und wirtschaftliche Einbußen auf angrenzenden nichtstaatlichen Waldflächen, andere sehen Vorteile für Natur und Tourismus.

Streitfall Steigerwald

Naturschützer verschiedener Verbände favorisierten den fränkischen Steigerwald für einen künftigen Nationalpark in Bayern. "Urige Buchenwälder, einmalig in Deutschland: Der Steigerwald ist geradezu prädestiniert, als erster fränkischer Nationalpark ausgewiesen zu werden." schreibt der Bund Naturschutz in Bayern.[4]

Nach jahrelangem Streit entschied die Bayrische Staatsregierung endgültig 2011 in Nordbayern keinen neuen Nationalpark auszuweisen. Stattdessen eröffnete 2013 das „Zentrum Nachhaltigkeit Wald“ im Steigerwald.[5]

Nach Meinung der Bayrischen Landesregierung soll der Steigerwald zwischen Würzburg und Nürnberg vom Status eines Naturparks nicht in einen Nationalpark umgewandelt werden. Seehofer strebt stattdessen seit 2014 eine Ernennung des großen Buchenwaldgebietes zum UNESCO-Weltnaturerbe an. Um dies zu bekräftigen, schlossen Horst Seehofer, Umweltministerin Ulrike Scharf, Agrarminister Helmut Brunner und die drei Landräte der Fränkischen Region, Johann Kalb (CSU) (Bamberg), Florian Töpper (SPD) (Schweinfurt) und Wilhelm Schneider (Haßberge) 2015 eine Vereinbarung, dass es in der fränkischen Region keinen Nationalpark geben soll. Sie einigten sich außerdem darauf, dass das Schutzgebiet "Der Hohe Buchene Wald" im Februar 2015 zurückgewidmet wird und seinen Schutzstatus verliert.[6][7]

Dagegen kündigten LBV und BN starken Protest und wenn nötig gerichtliche Schritte an.[8]

Einzelnachweise