Abraham Lehrer

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Abraham Lehrer (geb. am 13. April 1954 in New York City)[1][2] ist Inhaber eines EDV-Unternehmens, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, Vorstandsvorsitzender der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Leben

Lehrer wurde als Kind von Überlebenden des Holocaust in New York geboren. Seine Mutter Fela, die aus Olkusz stammte, überlebte das Vernichtungslager Auschwitz, sein aus Warschau stammender Vater Isack floh während des Nationalsozialsmus mehrfach aus Arbeitslagern.[2] Die Familie kehrte kurz nach seiner Geburt mit seiner Familie nach Köln zurück.[1] Zwischen 1972 bis 1979 studierte Abraham Lehrer Chemie, 1984 begann er eine dreijährige Ausbildung zum Programmierer. Im Jahr 1988 gründete er ein Software-Unternehmen in Köln, in dem er als Geschäftsführer tätig war.[2]

Schon in jungen Jahren engagierte er sich in der Synagogen-Gemeinde Köln und leitete eine Jugendgruppe im Jugendzentrum. 1987 wurde er in den Gemeinderat der Synagogen-Gemeinde und sogleich zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertretung gewählt. Seit 1995 gehört er dem Vorstand der Synagogen-Gemeinde an.[1] Insbesondere fördert er die Bereiche Kultur, Erwachsenenbildung sowie Schule; hier knüpft er vielfältige Verbindungen sowohl zu jüdischen als auch zu nichtjüdischen karitativen Organisationen.

Besonders hervorzuheben ist der Besuch von Papst Benedikt XVI., der 2005 mit der Kölner Synagoge erstmals eine Synagoge in Deutschland besuchte. Abraham Lehrer organisierte diese Veranstaltung maßgeblich und hielt eine historische Rede vor dem Papst, die Mahnung und Ausgleich zum Thema hatte.[3]

Abraham Lehrer (Bildmitte) beim Empfang der Mission des Staates Israel im Kölner Rathaus (2013)

Abraham Lehrer pflegt persönliche Kontakte zu Kölner Politikerinnen und Politikern sowie Kölner Institutionen und zu den Kirchen. Er sucht immer wieder den offenen Dialog mit anderen kulturellen und religiösen Gemeinschaften und setzt weitreichende positive Impulse.[4] Auch unterstützt er den „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Tel Aviv-Yafo“.

1996 wurde Abraham Lehrer in den Vorstand der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V. gewählt und sogleich zum Vorsitzenden der Jugend- und Erziehungskommission ernannt. Seit dem Jahr 2000 ist er Vorsitzender der ZWST.[5] Die ZWST ist die Dachorganisation der Wohlfahrtspflege für über 100 jüdische Gemeinden in Deutschland.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von Abraham Lehrer besteht in seinem großen und eindrucksvollen Engagement für die Integration jüdischer Zuwanderer aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion . Bundesweit konnte er erzielen, dass die Integration der neuen Gemeindemitglieder sowohl innerhalb der jüdischen Gemeinden als auch in der deutschen Gesellschaft wesentliche Fortschritte machte. Ferner setzte er sich intensiv für die Förderung und Unterstützung von jüdischen Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen ein. Seit 2000 ist Abraham Lehrer als Vertreter der ZWST im Vorstand der „Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW)“ tätig. Er ist seit 2003 Mitglied im Direktorium des Zentralrats der Juden und seit 2014 dessen Vizepräsident.[5]

Darüber hinaus ist er seit 2000 Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der „Stiftung Deutsches Hilfswerk“; diese hat sich zum Ziel gesetzt, zeitgemäße soziale Maßnahmen freier gemeinnütziger Sozialleistungsträger in Deutschland finanziell zu fördern. Darüber hinaus engagiert sich Abraham Lehrer seit 2010 für „Die Stiftung. Erinnern ermöglichen“, deren Zweck es ist, Schüler dabei zu unterstützen, die Gedenkstätte Auschwitz besuchen zu können.

2012 wurde er für sein soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.[6][7]

Abraham Lehrer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Weblinks

Einzelnachweise

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