Acanto

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Datei:Veranstaltungslocation unter antikem Kreuzgewölbe.jpg
Eine Firmenveranstaltung im Acanto im Jahr 2016

Das Acanto ist eine Eventlocation in Hannovers Stadtteil Vahrenwald-List in einem Gebäude das 1876 gebaut wurde.[1] 1996 wurde das Acanto gegründet und zunächst überwiegend für den nächtlichen Gastronomiebetrieb genutzt. In Folge eines Betreiberwechsels, einer Sanierung und Modernisierung im Jahr 2016 wird das Acanto zunehmend für Firmenveranstaltungen und Hochzeiten vermietet.[2] Aufgrund seiner Exklusivität und seinem ungewöhnlichen Baustil, ist das Acanto in Hannover eine bekannte Eventlocation für Stars und Prominente.[3][4]

1996 wurde das Acanto als Bar und Diskothek von Dagmar Huber († 2000) eröffnet, welche in der Presse mehrmals als "legendäre Gastro-Lady" bezeichnet wird.[5][6] Der Name "Acanto" soll eine Anspielung auf die mallorquinischen Nobel-Clubs "Abaco" und "Abacanto" sein.[5] Diese galten für die Gründerin und Betreiberin Dagmar Huber als Vorbild für das Acanto.[6] 1999 übernahm der gelernte Hotelfachmann und mehrfacher Restaurantleiter Frank Ochotta das Acanto. 10 Jahre später, in dem letzten Jahr seiner Betreiberschaft, berichtete die BILD-Zeitung über die Exklusivität der Diskothek: "Wer hier an den Türstehern vorbei kommt, ist mittendrin in Hannovers feiner Gesellschaft".[7] Die folgenden Betreiber Svendt Eggestein und Enzo Jara Munoz waren bereits im Jahr 2011 überschuldet.[8] In Folge einer Insolvenz wurde das Acanto im Mai 2015 von der Event- & Marketingagentur Trend ID GmbH] übernommen, welche sich nach einem kostenintensiven Umbau weniger auf öffentliche Partyveranstaltungen und zunehmend auf Firmenveranstaltungen und Hochzeiten fokussiert.[9]


Das Gebäude des Acanto wurde im Jahr 1876 für eine Reitstallung als Teil der preußischen Militär-Reitschule in Vahrenwald auf der früheren Vahrenwalder Heide verwendet. Später war das Gebäude ein Teil der Kavallerieschule Hannover, welche das Zentrum der militärischen Reit- und Reitlehrerausbildung in Deutschland war. 1903 wurde das Militär-Reit-Institut von Wilhelm Meyer-Förster als das „beste und berühmteste Reitgelände der Monarchie“ bezeichnet. Sie sei „das Paradies der Kavallerie-Offiziere, und was Heidelberg für die Studenten ist, das ist Hannover mit seiner Militärreitschule für die Leutnants“.[10] Nachdem die Einrichtung 1937 als Heeres-Reitschule nach Potsdam-Krampnitz verlegt wurde, wurde die Kavallerieschule Hannover im Zweiten Weltkrieg bei Luftangriffen auf Hannover stark zerstört. Ein wesentlicher Grund dafür waren die naheliegenden Continental-Werke, da sie als Rüstungsbetrieb ein beliebtes Angriffsziel für alliierte Bombenverbände waren. Nachdem viele Kasernenbauten vollständig abgerissen wurden, blieb der Reitstall als eines von nur wenigen erhaltenen Militärgebäuden am heutigen Vahrenwalder Park. Im Anschluss an den Krieg, wurde das Gebäude von 1950 bis 1994 für das Kraftwagenbetriebswerk der Deutschen Bundesbahn (Kbw Hannover) genutzt.[11]

Einzelnachweise