Aero Enterprise

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Vorlage:Infobox Unternehmen Die Aero Enterprise GmbH ist ein Service- und Engineering-Unternehmen in der Luft- und Raumfahrtbranche mit Sitz in Linz/Österreich. Das Unternehmen wurde 2013 gegründet.

Aero Enterprise inspiziert luftgestützt Windkraftanlagen Onshore (Offshore in Planung) insbesondere Rotorblätter und Oberflächenstrukturen als Teil einer neuen und nachhaltigen Inspektionsleistung für Windkraftbetreiber, Serviceunternehmen, Gutachter und Versicherungen. Die mit dem SensorCopter erfassten Daten der Anlagen werden IT-gestützt auf Schäden und Auffälligkeiten analysiert und klassifiziert. Mit dem AERO-Software Package werden die gewonnenen Daten in einer eigens entwickelten Auswerte- und Analyse-Software durch GPS- und Objekt-Referenz in einem virtuellen 3D-Raum abgebildet, sowie ein Zustandsbericht erstellt.[1]

Mittels Software und Datenbank werden für jeden Kunden eine transparente und nachvollziehbare Dokumentation sichergestellt, mit dem Ziel, zukünftige Reparaturen und Wartungen vorbeugend durchzuführen (Predictive Maintenance). Aero Enterprise bietet diese Technologie auch für die Anwendung an anderen Vertikalobjekten an, wie Brücken, Staudämme, Kühltürme etc. Mit dieser Technologie können Wartungskosten und After-Sales-Kosten langfristig reduziert sowie Alt- und Neudaten miteinander verglichen werden (Change Detection).[2]

Geschichte

Gründung

Im Zuge seiner Tätigkeit als Hubschrauberpilot der deutschen Luftwaffe und Fluggeräte-Mechaniker entstand bei dem späteren Gründer Robert Hörmann 2011 erstmals die Idee, Flugroboter für den Einsatz von Inspektionsarbeiten an Windkraftanlagen einzusetzen. Im Jahr 2012 gründete er das Einzelunternehmen, damals noch Aerodyne Systems GmbH mit Sitz in Niederösterreich, und erhielt mit seiner Idee einen Innovationspreis (ZweiLänderPreis, Sonderpreis Innovation 2012)[3]. 2014 begannen die ersten Verhandlungen mit Investoren woraufhin im Jänner 2015 die CARPE Beratungs Beteiligungs GmbH als Finanz- und Managementpartner, Peter Kurt Fromme-Knoch, einstieg[4].

2015-2017

Im März 2015 erhielt Aero Enterprise von der Österreichischen Fördungsgesellschaft eine FFG Basisförderung (nationale Förderung für wirtschaftsnahe Forschung). Im August 2015 wurde der Unternehmensname auf Aero Enterprise GmbH umfirmiert[5] und im September stellte Aero Enterprise erstmals den Prototypen auf einer internationalen Windkraft-Fachmesse, der HUSUM Wind[6], aus. Im gleichen Jahr, wurde der Prototyp des weiterentwickelten Flugroboters SensorCopter Mod. II fertiggestellt.

Im Mai 2016 begann Aero Enterprise mit dem kommerziellen Einsatz des SensorCopters und beflog mit diesem mehrere Windkraftanlagen (sowohl Inland als auch Ausland), Staumauern und Brücken als Teil ihrer Inspektionsleistung. Im September erfolgte die Fertigstellung des AERO-Software Packages. Zeitgleich erfolgte die Teilnahme als Aussteller auf der WindEnergy Hamburg[7], der zweitgrößten europäischen Windkraft-Messe.

Aktuelle Entwicklungen

Im März 2017 nahm das Unternehmen als Austeller an der CeBIT Hannover zum Sonderthema „Unmanned Systems & Solutions“ teil[8]. Am 26. Juni wurde Aero Enterprise, als einer von 46 KMU's Österreichs, mit dem "Born Global Champions" Award ausgezeichnet[9]. Am 29. Juni nahm Aero Enterprise mit seinem Konzept der "Airborne Quality Assurance" als Finalist in der Kategorie Industrie 4.0 am Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt teil[10]. Nur wenige Monate später, im Oktober, erlangte das Unternehmen den zweiten Platz des Landespreises für Innovationen in Oberösterreich, in der Kategorie KMU[11]. Im September 2017 stellte das Aero Enterprise die erste Mobile Bodenstation als Offshore-Solution fertig sowie den ersten Offshore SensorCopter Prototypen. Diese neuen Entwicklungen wurden im selben Monat noch auf der HUSUM Wind ausgestellt[12].

Produkte/Service

Das Gesamtsystem der luftgestützten Qualitätssicherung besteht aus einem Flugroboter (SensorCopter), einer mobilen Bodenstation, einer clientbasierten Analyse-Software und einer Datenbank.

Hardware

Der SensorCopter ist ein unbemannter, halbautomatischer Helikopter mit einer Rotorspannweite von mehr als 2 Metern und einem redundanten Autopilot-System. Mehrere hochauflösende Kameras sowie Sensoren sind im Fluggerät integriert, wodurch die Datenerhebung und Begutachtung ermöglicht wird. Die gesammelten Daten werden zur Mobilen Bodenstation gesendet und mit der eigenentwickelten Software AERO-View ausgewertet.

Software

Zusätzlich analysiert die Software AERO-Lyse die Daten und gibt einen vollständigen und übersichtlichen Report über den aktuellen Status des untersuchten Objekts aus. AERO-Mind, ebenfalls ein eigenentwickeltes Software-Programm, dient als Datenbasis für eine langfristige Beobachtung der Anlage. Basierend auf einem Algorithmus, wird eine digitale Lebenszyklus-Datei jeder Anlage erstellt, um zukünftige Schadensentwicklungen vorhersagen zu können. AERO-View, AERO-Lyse und AERO-Mind kooperieren eng miteinander um ein hohes Maß an Qualität und Präzision zu garantieren.

Anwendungsgebiete

Aero Enterprise ist auf die Analyse von Oberflächen an Vertikalobjekten spezialisiert. Neben Brücken, Schornsteinen und anderen Industrieobjekten liegt der Fokus insbesondere auf Windkraftanlagen - onshore und offshore. Aero Enterprise bietet zudem luftgestützte Inspektion in den Bereichen Staudämme, Gebäude/Fassaden, Gelände/Felsformationen, Kühltürme, Photovoltaikanlagen, Strommasten und Pipelines.[13]

Das gesamte eigenentwickelte Qualitätssicherungs-System besteht aus einem Flugroboter (SensorCopter), einer mobilen Bodenstation, einer Client-basierenden Analysesoftware und einer Datenbank. Parallel zu den vom Flugroboter („SensorCopter“) mittels autopilotierter Flugsteuerung erfassten, hochauflösenden digitalen Bilderdaten werden auch weitere bildgebende Verfahren eingesetzt eingesetzt, die einen Einblick in die tiefere Strukturen eines Objektes geben können. Die gewonnen Daten werden mittels der ebenfalls eigenentwickelten Auswerte- und Analyse-Software AERO-Lyse durch GPS- und Objekt-Referenz in einem virtuellen 3D-Raum abgebildet und können quantitativ und qualitativ erfasst, klassifiziert, interpretiert und dokumentiert werden: das Ergebnis für den Kunden ist ein automatisch generierter Zustandsbericht über Schäden mit Handlungsempfehlungen. Die digitale Erfassung der IST-Zustände der Objekte lässt erstmals eine „Objektivierung“, der von Menschen oftmals subjektiv beurteilten Schadensbilder zu. Es können somit Alt- und Neudaten von Anlagen über Zeitreihen miteinander verglichen werden, um zukünftige Schadensentenwicklungen zu prognostizieren („Predictive Maintenance“).[1]

Die Software und Datenbank sind nicht nur eine Quelle zur Erhebung von Statistiken, sondern über sogenanntes „Data-Mining“ auch eine Grundlage zur Vernetzung einer Vielzahl von unterschiedlichen Anlagendaten, die zukünftig in verschiedene Richtungen ausgewertet werden können. Zusätzlich werden derzeit erste Schritte getätigt, ein Machine-Learning System zu implementieren, dass aus einer Fülle von Neudaten mögliche Anomalien selbständig erkennt und den Analysevorgang unterstützt. Die Datenbank ist die ideale Grundlage zur Umsetzung von Industrie 4.0 (selbständige Erstellung von Instandsetzungskatalogen) und Integration der Daten in eine bereits bestehende ERP-Umwelt des Kunden.

Weblinks

Publikationen

Einzelnachweise