ACO e.V.

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Vorlage:Infobox Verein Der Augusta Club Ordnungsdienst e.V. (ACO e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, der seinen Sitz in der Stadt Neusäß hat. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder sind hauptsächlich in der Verkehrssicherung und der Unfallfolgehilfe tätig.

Geschichte

Der ACO e.V. wurde am 15.Februar 1988 in Neusäß von sieben jungen Gründungsmitgliedern gegründet und am 26. Februar 1988 im Vereinsregister als gemeinnützige Organisation eingetragen.

Die ursprünglichen Tätigkeitsbereiche waren Einlass- und Ordnungsdienste, sowie Sanitäts- und Betreuungsdienste. Zu den ersten Auftraggebern zählten die Aktionsgemeinschaft Neusäß, Kirchen und Schulen.

Im September 1990 wurde der ACO e.V. unter Mitbewerbern ausgewählt und konnte seine Dienststelle mit einer Größe von 20 qm im alten Rathaus von Neusäß beziehen.

1992 im Oktober wurde die „Unfallfolgehilfe“ ins Leben gerufen. Die Mitgliederzahlen stiegen rapide an, so dass 1993 die Dienststelle erweitert werden musste. Im selben Jahr erhielt der ACO e.V. dann auch den Auftrag, die Verkehrssperrungen während der Aufführungen auf der Freilichtbühne Augsburg zu übernehmen.

1997 und 2006 wurden die Vereinsräume erneut erweitert. Die Diensträume umfassten nun ein Vorstandsbüro, ein Aufenthaltsraum, ein Bereitschaftraum, eine Einsatzleitstelle, sowie zwei Lagerräume.

Seit 1997 ist der ACO e.V. ebenfalls eine anerkannte Zivildienststelle, ab 2011 dann eine Dienststelle für den Bundesfreiwilligendienst.

Dienststelle des ACO e.V.

2015 zog der ACO e.V. aus seinen Diensträumen aus, da das alte Neusässer Rathaus komplett saniert wurde. Seit Oktober 2015 befindet sich die Dienststelle nun in einem Gebäude der ehemaligen Straßenmeisterei, ebenfalls in Neusäß.

Organisation

Der ACO e.V. wird von drei Vorstandsmitgliedern geführt. Mit Stand 2016 besteht der ACO e.V. aus ca. 110 Mitgliedern. Davon drei Ehrenmitglieder, drei Fördermitglieder und sieben Jugendmitglieder.

Unfallfolgehilfe

1989 fiel den ACO Vorständen eine Versorgungslücke in der Rettungskette auf. Die meisten Mitglieder waren damals auch im Rettungsdienst tätig und stellten immer öfter fest, dass die unverletzten Unfallopfer meist auf sich allein gestellt zurückblieben. Es wurde ein Konzept entwickelt und konnte 1991 erstmals der Polizeidirektion Augsburg vorgelegt werden. Der Polizeidirektor Böhm war von dieser Idee überzeugt und unterstützte den ACO e.V. bei seinem Projekt.

Am 2. Oktober 1992 wurde die Unfallfolgehilfe (UFH) eröffnet.

In der Dienstanweisung des ACO e.V. zur Unfallfolgehilfe wird deren Aufgabe in Artikel 1 folgendermaßen definiert:

„Aufgabe der Unfallfolgehilfe (UFH) ist es, unverletzten, hilflosen oder hilfsbedürftigen Personen, die aufgrund eines Schadensereignisses, Verkehrsunfalls, Brandes oder höherer Gewalt Hilfe benötigen, vorübergehend als Anlauf- und Hilfestelle zur Seite zu stehen. Die UFH unterstützt ferner auf Wunsch die Polizei bei Sucheinsätzen. Die Besatzung der UFH kann desweiteren auf Wunsch der Polizei, bei der Absicherung von Unfall- oder Gefahrenstellen herangezogen werden.“

Tätigkeit der UFH

Die UFH ist täglich von 18:00 Uhr bis 6:00 Uhr und von Freitag 18:00 Uhr durchgehend bis Montag 6:00 Uhr verfügbar. In der Regel haben zwei Mitglieder Bereitschaftsdienst.

Die Alarmierung erfolgt meist über die Einsatzzentrale des Polizeipräsidium Schwaben Nord . Stellen die Beamten vor Ort fest, dass Personen einer Betreuung bedürfen, wird die Rufbereitschaft der UFH alarmiert. Da die UFH keine Primär Rettungseinsätze macht und auch nicht über Sonderrechte im Straßenverkehr verfügt, ist es das Ziel, in ca. 30 Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort einzutreffen.

Die verletzten Unfallopfer, z.B. nach einem Verkehrsunfall, werden vom Rettungsdienst versorgt, das Abschleppunternehmen kümmert sich um das Fahrzeug. Zurück bleiben die unverletzten Unfallopfer. Also die Personen, welche keiner medizinischen Hilfe bedürfen. Die UFH nimmt sich dieser Personen an, bringt diese in der Regel in die Dienststelle des ACO e.V. und organisiert die nötigen weiteren Schritte. Diese können sein:

  • Kontaktaufnahme mit Angehörigen, Versicherungen, Krankenhäusern oder Abschleppunternehmen
  • Familienzusammenführung im Krankenhaus
  • Organisation einer Weiterreisemöglichkeit oder einer Unterkunft

Die UFH versteht sich daher auch als logistische Hilfe. Sollte ein Betroffener psychologische oder seelsorgerische Hilfe benötigen, verständigt das diensthabende Personal selbstverständlich professionelle Unterstützung, z.B. einen Notfallseelsorger oder das Kriseninterventionsteam .

Im Falle einer Personensuche alarmiert das diensthabende Personal entsprechend weitere Mitglieder um möglichst viele Suchtrupps bilden zu können. Die Koordination eines solchen Einsatzes erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Polizei. Im Jahr 1999 waren Mitglieder des ACO e.V. zusammen mit der Berufsfeuerwehr Augsburg bei der Erdbebenhilfe in der Türkei im Einsatz. Evakuierungen nach Bombenfunden zählen zu den Einsatzgebieten der UFH, wie auch Betreuungen nach dem Tornado in Stettenhofen 2015.

Die Unfallfolgehilfe ist für alle Betroffenen kostenlos. Der Verein stellt weder Rechnungen noch werden Schutzbriefleistungen abgerechnet. Sämtliche entstehenden Kosten trägt der ACO e.V. Die ehrenamtlichen Mitglieder übernehmen diese Aufgaben freiwillig in ihrer Freizeit, eine Freistellung vom Arbeitgeber, wie z.B. bei der Feuerwehr, erfolgt nicht.

Die UFH des ACO e.V. ist in dieser Form eine bislang einmalige Hilfsorganisation für unverletzte Unfallopfer.

Verkehrssicherung

Der ACO e.V. übernimmt von kommunalen Auftraggebern die Umsetzung von Verkehrsbehördlichen Anordnungen. Hier gelten insbesondere die Absperrmaßnahmen während der Theateraufführungen auf der Freilichtbühne in Augsburg. Jedes Jahr von Mitte Juni bis Anfang August sind täglich acht bis zehn Mitglieder von 19:00 Uhr bis ca. 23:00 Uhr im Einsatz.

Auch bei Großveranstaltungen wie z.B. der Augsburger Stadt Lauf , der M-Net Firmenlauf oder auch die Parkplatzregelung und Parkplatzeinweisung bei den Heimspielen des FC Augsburg an der WWK Arena sorgen die Mitglieder des ACO e.V. für die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer.

Einlassdienste

Seit 1992 macht der ACO e.V. den Einlass- und Garderobendienst in der Stadthalle Neusäß.

Ordnungsdienste

Bei kommunalen Veranstaltungen z.B. dem Volksfest oder dem Stadtfest Neusäß übernimmt der ACO e.V. den Ordnungsdienst. Bei Schulpartys ist der ACO e.V. als Einlass- und Ordnungsdienst tätig.

Jugendgruppe

Kinder ab dem 8. Lebensjahr können ebenfalls Mitglied in der Jugendgruppe des ACO e.V. werden. Diese werden durch Jugendleiter betreut und ausgebildet. An geeigneten Einsätzen kommen die Jugendlichen dann auch zum Einsatz.

Schulungen

An jedem ersten Dienstag im Monat findet eine Schulung statt. Nicht nur Vereinsspezifische Themen, wie z.B. Verkehrssicherung, Umgang mit Menschen, Funk- und Fahrzeugkunde oder Einsatzplanung, sondern auch allgemein wichtige Themen wie Erste-Hilfe, Verkehrsrecht, Brandschutz oder Selbstverteidigung werden durch interne und externe Fachreferenten geschult. Ferner bietet der ACO e.V. jedes Jahr seinen Mitgliedern ein Fahrsicherheitstraining. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Augsburg.

Vereinsleben

Das Vereinsleben und die Teampflege stehen beim ACO e.V. an oberster Stelle. Daher findet jeden Dienstag der Vereinsabend statt. Das freundschaftliche Miteinander wird auch durch Ausflüge, Spieleabende oder andere gemeinschaftliche Unternehmungen gefördert.

Bundesfreiwilligendienst

Als anerkannte Einrichtung für den Bundesfreiwilligendienst sind derzeit sieben junge Menschen beim ACO e.V. engagiert. Diese sind hauptsächlich im Fahrdienst tätig. Transportfahrten von Senioren in die Tagespflege und der Transport von Essenscontainern in verschiedene Einrichtungen nehmen einen Großteil der Dienstzeit in Anspruch. Ferner werden die BFDler bei Einsätzen der UFH, sowie bei den meisten Einsätzen des ACO e.V. mit eingebunden.

Fuhrpark

Der Fuhrpark umfasst 4 Mercedes-Benz Sprinter, 1 Nissan Quashquai, 1 Mercedes-Benz Vito, 1 Ford Mondeo, 1 Ford Transit, 1 Fiat Wohnmobil, 1 BMW Motorrad, 2 Anhänger, 1 Quad

Alle Fahrzeuge sind mit Funk, sowie spezieller Ausrüstung für die Verkehrssicherung ausgestattet. Ferner sind alle vier Mercedes-Benz Sprinter mit Hebebühnen zum Transport von Rollstühlen ausgerüstet.

Weblinks