Guido Fackler

Aus Deletionpedia.org
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ready to be deleted.


Guido Fackler (* 1963) ist ein deutscher Kulturwissenschaftler und Vertreter der Professur für Museologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Studium und wissenschaftliche Qualifikationen

Guido Fackler absolvierte von 1985 bis 1991 sein Magisterstudium in den Fächern Volkskunde, Musikwissenschaft und Ethnologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Im Jahr 1991 begann sein Promotionsstudium in den Fächern Volkskunde, Musikwissenschaft und Ethnologie. 1997 schrieb er seine Doktorarbeit zum Thema „‚Des Lagers Stimme‘. Musik in den frühen Konzentrationslagern des NS-Regimes (1933–1936)“. 2011 habilitierte er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit einer Habilitationsschrift zum Thema „Technik und Raum. Aneignung, Ordnung, Repräsentation und Transformation von Landschaft durch künstliche Wasserstrassen (Kanäle) in Europa“.

Berufstätigkeit

Guido Fackler war von 1989 bis 1991 Archivangestellter und bis 1993 Museumsvolontär am Badischen Landesmuseum. 1994 bis 1996 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des von der Volkswagenstiftung geförderten Forschungsprojekts „Kultur in nationalsozialistischen Konzentrationslagern – Kultur als Überlebensstrategie“. Fackler war von 1997 bis 1999 erst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Volkskunde der Universität Regensburg und anschließend (1999-2001) wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde arbeitete er von 2001 bis 2007 als wissenschaftlicher Assistent und von 2007 bis 2011 als Akademischer Rat bzw. Oberrat. Seit April 2011 ist er Vertreter der Professur für Museologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Binnen-/Kanalschifffahrt, fluviale Ethnologie, Jugendkulturen, Kulturwissenschaftliche Technikforschung, Mobilität, Verkehr, Transport, Museums- und Ausstellungswesen, Gedenkstättenarbeit, NS-Lagersystem und Nationalsozialismus, Kultur in Extremsituationen, Raum, Landschaft/landscape, Sound-, Klangethnographie, Stadt, Urbanität, Wissenschaftsvermittlung und ‑kommunikation.

Mitgliedschaft und Beiratstätigkeit

Guido Fackler ist Kulturbeirat der Stadt Würzburg (seit 2014), wissenschaftlichen Beirat vom Haus der Bayerischen Geschichte, wissenschaftlichen Beirat vom Martin-von-Wagner-Museum (seit 2013), Mitglied im Zentrum für Regionalforschung der Universität Würzburg (ab 2013), Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, Mitglied im Deutschen Museumsbund, Mitglied im Forschungskolleg „Kulturwissenschaftliche Technikforschung“ an der Universität Zürich (früher: Universität Hamburg), Mitglied von ICOM Deutschland und Mitglied des interdisziplinären Arbeitskreises „Landschaftstheorie“.

Publikationen (Auswahl)

  • Technik und Raum: Zur Ordnung, Repräsentation und Transformation der Landschaft durch künstliche Wasserstraßen (Kanäle) in Europa. Ms. Habilitationsschrift Univ. Würzburg 2011.
  • Für die Erweiterung regionaler Musikforschung um die Dimensionen Raum und Klang. Dargestellt am Beispiel „Würzburger Klangräume“. In: Bröcker, Marianne / Probst-Effah, Gisela (Hg.): Regionalität in der musikalischen Popularkultur. Tagung der Kommission zur Erforschung musikalischer Volkskulturen in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V. 4. bis 7. Oktober 2006 in Hachenburg/Westerwald. Köln 2008 (in Vorbereitung).
  • Landschaft Kanal. Zur technischen Topographie künstlicher Wasserstraßen. In: Thomas Hengartner (Hg.): Kulturwissenschaftliche Technikforschung. Tagung des Forschungskollegs „Kulturwissenschaftliche Technikforschung” am Institut für Volkskunde der Universität Hamburg. Hamburg, 25. bis 27.11.2005. Zürich: Chronos, 2008 (in Vorbereitung).
  • „Für die Schiff-Fahrt verbunden“ oder „Wahn mit Vorgeschichte“? Aushandlung und Durchsetzung der Kanalverbindungen zwischen Main und Donau. In: Bayerische Blätter zur Volkskunde. Neue Folge 8/9 (2006/07), S. 200–221 (Beitrag zur 2008 erschienenen Festschrift „Christoph Daxelmüller zum 60. Geburtstag“).
  • Technische Bauwerke als Grenze: Schifffahrtskanäle und kultur-räumliche Differenzierungen. In: Hengartner, Thomas / Moser, Johannes (Hg.): Grenzen und Differenzen. Zur Macht sozialer und kultureller Grenzziehungen, 35. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, Dresden 2005 (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, Bd. 17). Leipzig 2007, S. 295–306.
  • Frankens ‚nasse‘ Straßen: Main- und Kanalschiffahrt. In: Frankenland 58 (2006), Heft 6, S. 355–366 .
  • Renaissance der Kanäle in Oberitalien. In: industrie-kultur. Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte. Zeitschrift des Landschaftsverbandes Rheinland / Rheinisches Industriemuseum und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe / Westfälisches Industriemuseum 2006, Nr. 3 (= Themenheft: Lebensadern: Kanäle und Fluß), S. 15–16.
  • Wasserwege: Main- und Kanalschiffahrt. In: 200 Jahre Franken in Bayern. 1806 bis 2006. Aufsätze zur Landesausstellung 2006 im Museum Industriekultur, 4. April bis 12. November 2006. Hg. von Werner K. Blessing, Christoph Daxelmüller, Josef Kirmeier und Evamaria Brockhoff (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur, Bd. 52/06). Augsburg 2006, S. 54–57.
  • Zusammen mit Fietje Ausländer und Susanne Brandt: O Bittre Zeit. Lagerlieder 1933 bis 1945. Hg. vom Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager (Papenburg) in Kooperation mit dem Musikarchiv der Akademie der Künste, Berlin, und dem Deutschen Rundfunkarchiv (DRA), Potsdam-Babelsberg/Wiesbaden. Papenburg 2006 (Tondokumentation: 3 CDs, 2 Beihefte).
  • „Vorschriften über die Schiffahrt und über die sonstige Benützung der Kanal-Anlagen” – die Kanal-Ordnung des Ludwigkanals. In: Recht und Religion im Alltagsleben. Perspektiven der Kulturforschung. Festschrift für Walter Hartinger zum 65. Geburtstag. Hg. von Winfried Helm und Manfred Seifert (Neue Veröffentlichungen des Instituts für ostbaierische Heimatforschung der Universität Passau, Bd. 56). Passau 2005, S. 19–40.
  • Zusammen mit Fietje Ausländer und Susanne Brandt: Das Lied der Moorsoldaten 1933 bis 2000. Bearbeitungen – Nutzungen – Nachwirkungen. Hg. vom Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager (Papenburg) in Kooperation mit der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv (Frankfurt a.M. / Potsdam-Babelsberg). Papenburg 2002 (Tondokumentation: Doppel-CD mit Aufnahmen des „Moorsoldatenlieds” von unterschiedlichen Interpreten aus verschiedenen Jahrzehnten und weitere Tondokumente sowie 64seitiges Beiheft).
  • Zusammen mit Brigitte Heck / Friederike Lindner / Heidi Müller (Hg.): Zwischen Schule und Fabrik. Textile Frauenarbeit in Baden im 19. und 20. Jahrhundert (Volkskundliche Veröffentlichungen des Badischen Landesmuseums, Bd. 1). Sigmaringen: Thorbecke, 1993.

Weblinks

Vorlage:Normdaten

Vorlage:Personendaten