Mohamed Matar

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Mohamed Matar ist ein Imam an der vom Verfassungsschutz Berlin beobachteten[1][2], von dem „Neuköllner Begegnungsstätte“ (NBS) betriebenen Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln.

Laut Angaben der NBS sei er nicht Imam, sondern nur Jugendbetreuer, Seelsorger und Projektkoordinator,[3] der Zentralrat der Muslime, der ihn der evangelischen Kirche empfohlen hatte, bezeichnet ihn allerdings als Imam.[4]

Er ist Diplom-Verwaltungswirt und studiert Islamwissenschaften an der FU Berlin und Islamische Studien am Europäischen Institut für Humanwissenschaften, das ebenfalls im Ruf der Nähe zur Muslimbruderschaft steht[5], und an der Universität Hassan II. in Marokko. Er gibt selbst an eine Ausbildung als Kriminalkommissar absolviert zu haben,[6] er studiert an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR)[7], wurde nach Angaben der Polizei wegen möglichen Verbindungen zu islamistischen Kreisen aber nicht in den Polizeidienst übernommen.[8][9]

Diskussion über Matars Teilnahme am Breitscheidplatz-Gedenkgottesdienst

Im Rahmen eines interreligiösen Gottesdienst zum Jahrestag des Anschlages auf den Breitscheidplatz hatte er auf Einladung der evangelischen Kirche bei der Andacht für die 12 Terroropfer Koranverse auf Deutsch vorgetragen. Dies löste eine breite Kontroverse über seine Person aus: In den Medien wurde vor allem ein Facebookpost zu einer palästinensischen Attentäterin[10], das er später löschte[11], und das Zeigen des Zeichens der Muslimbruderschaft, der sogenannten „R4bia“-Geste[12], als Hinweise auf eine islamistische Grundhaltung gewertet. Kritik wurde auch an seiner Tätigkeit bei der vom Verfassungsschutz beobachteten NBS geübt.[13] Das American Jewish Committee Berlin zeigte sich entsetzt.[14]

Der Senat von Berlin und die Evangelische Kirche Berlin stellte sich hinter Matar.[15][16] Auch der Zentralrat der Muslime verteidigte den Imam und sprach auch die NBS von jedem Verdacht frei.[17][18]In der Evangelischen Kirche ist inzwischen eine Kontroverse über die Eiladung von Matar ausgebrochen. Pastor Steffen Reiche kritisierte Pastor Martin Germer scharf für seine Entscheidung[19], dieser verteidigt sie und Matar weiter.[20]

In der Zeit kritisiert die Journalistin Evelyn Finger die Uneinsichtigkeit der Kirche für die Auswahl Matars für den unterreligiösen Gottesdienst zum Jahrestag.[21] Christoph Sydow kritisiert auf SPON insbesondere die BILD-Zeitung für ihre Kritik an Matar und warnt vor Auswirkungen auf den Dialog mit den Muslimen.[22]Die BILD-Zeitung hatte mit einer Reihe von Artikeln Matars Rolle kritisiert.[23][24][25][26][27]Darauf waren zahlreiche Medien in Berlin wie bundesweit eingestiegen.[28][29][30][31][32][33][34][35]Der Spiegel schreibt, der Senat von Berlin stehe in der Kritik, weil Matar "auf der Gedenkfeier für die Terroropfer vom Breitscheidplatz sprechen durfte." [36]

Einzelnachweise

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