P.Krücken

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Die P.Krücken GmbH & Co. KG ist ein Kölner Handelsunternehmen für Getreide und Mehl.

Geschichte

Am 18. Juni 1855 wurde dem Kölner Kaufmann Peter Heinrich Krücken vom Königlichen Landrat und Polizeidirektor der Stadt Köln die Genehmigung zur Eröffnung eines Agenturgeschäftes in Getreide und Mehl erteilt. Krücken konzentrierte sich auf die Getreide- und Mehlbezüge aus dem Osten Europas und entfaltete auch Aktivitäten in den Ostgebieten des deutschen Reiches.

Das Unternehmen ging am 1. Januar 1895 vollständig auf Albrecht Rudolf Paul Kuchenbuch als alleinigen Inhaber über.[1] Neben Getreide wurde Kuchenbuch aber auch im Geschäft mit Futtermitteln tätig.

1923 konnte Kuchenbuch die Alleinvertretung für Mehl von der bekanntesten und größten englischen Mühle erwerben. Das Mehl wurde im Rheinland, in Westfalen und zum Teil bis nach Süddeutschland vertrieben. In den 1920er Jahren knüpfte Kuchenbuch Verbindungen zu über einhundert ostdeutschen Mühlen. Parallel zum Mehlgeschäft wurde die Angebotspalette nach und nach um Getreide und Futtermittel erweitert.

Als Albrecht Rudolf Paul Kuchenbuch am 25. Juli 1938 starb, ging das Unternehmen auf seine am Frau Maria über. Sie führte das Unternehmen weiter und leitete es länger als 20 Jahre. Die Geschäftsführung des Stammhauses in Köln übertrug sie unmittelbar nach dem Tode ihres Mannes auf den gemeinsamen Sohn Werner Kuchenbuch. Noch während des Krieges eröffnete die Firma P.Krücken am 25. Februar 1941 eine weitere Niederlassung in Karlsruhe.[1] Die Geschäftsführung übernahm Oskar Peschken, ein Schwager von Werner Kuchenbuch.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Ende des Krieges 1945 war der Wirtschaftsraum in Ostdeutschland und später auch in Mitteldeutschland verloren. So wurde das Ost-West-Geschäft zugunsten eines West-Süd-Geschäftes und zum Teil auch West-Nord-Geschäftes zurückgedrängt.

Nach dem frühen Tod von Werner Kuchenbuch im Jahr 1951 war Maria Kuchenbuch als Inhaberin der Firma bereits 70 Jahre alt. Bei der Umsetzung und der praktischen Leitung des Unternehmens wurde sie von Paul Beuth und Christian Barnewitz unterstützt. Nach dem Tod von Maria Kuchenbuch am 3. Februar 1961 wandelten ihre beiden Enkel die Firma 1961 in eine Offene Handelsgesellschaft (OHG) um, in der beide gleichberechtigte Gesellschafter wurden. Gleichzeitig stellten sie das ausschließliche Agentur-, Makler- und Kommissionsgeschäft auf ein eigenes Großhandelsgeschäft für Getreide, Mehl und Futtermittel um.

In den 70er und 80er Jahren konzentrierte sich das Unternehmen auf die angestammten Geschäftsbereiche im deutschen Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatengroßhandel. Das Handelsvolumen erreichte Anfang der 80er Jahre eine Menge von rund 300.000 Tonnen und blieb in den nachfolgenden Jahren stabil. An den Umsätzen hatte das Getreidegeschäft zwar den weitaus größten Anteil, doch in der Branche wurde der Name P.Krücken immer mehr mit dem Handel von Mühlennachprodukten verbunden.

Am 1. Januar 1994 wurde Jens Kuchenbuch Geschäftsführer nachdem er am 1. Oktober 1989 in das Unternehmen eintrat, das damit von einer OHG in P.Krücken GmbH & Co. KG umgewandelt wurde. Der Namen P.Krücken wurde im Jahr 1998 rechtlich geschützt.

Im Jahr 2000 wurde eine Beteiligung an dem tschechischen Agrarhandelunternehmen „Agritrade Praha spol s.r.o.“ übernommen. Handelsbeziehungen wurden mit der Ukraine und Moldawien geknüpft. 2012 wurde eine Niederlassung in Georgien gegründet. Diese Niederlassung öffnete die Märkte in Richtung Ukraine, Russland, Weißrussland, Georgien, Armenien, Kasachstan und Usbekistan. Das Sortiment wurde um Rohstoffe und Lebensmittel erweitert. Am 1. Mai 2015 wurde ein weiteres Büro in Astana, Kasachstan gegründet.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Vorlage:Webarchiv , siehe Chronik

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