Siebers Auktionen

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Yves Siebers Auktionen GmbH ist ein familiengeführtes Kunstauktionshaus mit Sitz in Stuttgart.

Geschichte

Die Kunstauktionshaus Siebers ist aus dem Gebrauchtwarenhandel der Brüder Heinz (1962-2015) und Klaus Schmidt hervorgegangen. Yves Siebers, Schwager der Brüder Schmidt, entwickelte als ehemaliger Kunststudent und Möbelschreiner Interesse am Handel mit Kunst und Antiquitäten. Im Jahr 2002 erfolgte die gemeinsame Gründung der Yves Siebers Auktionen GmbH, deren aktuelle Gesellschafter Yves Siebers, Klaus Schmidt und Anette Schmidt sind. Leitender Geschäftsführer und Auktionator ist Yves Siebers.

Lage

Das Auktionshaus Siebers befindet sich im Stadtteil Untertürkkeim. Es ist im Gebäude einer früheren Gipsfabrik untergebracht, die 1910 für die Stuttgarter Gypsgeschäft AG errichtet wurde. Die eigentlichen Gipsbrüche werden heutzutage für den Weinbau genutzt. Somit befindet sich die Yves Siebers Auktionen GmbH in einer für die Stuttgarter Stadtgeschichte relevanten Lage.

Kunstauktionen

Die erste Siebers-Auktion fand am 29./30. November 2002 statt und erzielte mit 742 Losnummern "Kunst und Varia" einen Achtungserfolg. In den Folge-Versteigerungen profilierte sich das Unternehmen vor allem mit den Sammelgebieten Design des 20. Jahrhunderts und Historisches Spielzeug, was sich sowohl im Angebot als auch bei den Zuschlägen bemerkbar machte.

In der 13. Auktion wurde ein "Leipziger Bahnhof" der Firma Märklin zu einem damaligen Rekordpreis von 32.000 € verkauft. In der 18. Auktion wurde die erste Privatsammlung angeboten. Dabei handelte es sich um Alltagsgegenstände, die von dem deutschen Produktdesigner und ehemaligen Bauhaus-Schüler Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) für verschiedene Hersteller entworfen und von Carlo Burschel zusammengetragen worden waren.

Mittlerweile sind die Auktionen von Yves Siebers breitgefächert. Sie decken das ganze Spektrum klassischer Sammelgebiete ab: von moderner und alter Kunst über europäisches Kunsthandwerk, darunter Möbel, Porzellane, Silber, Schmuck und Uhren, bis hin zur außereuropäischen Kunst. Auch Stammeskunst und Teppiche sowie Wein-Raritäten und Whisky sind im Angebot.

Innerhalb von wenigen Jahren ist es der Yves Siebers Auktionen GmbH gelungen, sich in Stuttgart, der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, als Kunstauktionshaus zu etablieren.

Kataloge, Internet

Zu den Auktionen erscheint jeweils ein Auktionskatalog mit Farbabbildungen. Eine Version steht auf der firmeneigenen Website online, sowie in einschlägigen Auktionsportalen im Internet zur Verfügung. Damit ist das Mitbieten durch persönliche Anwesenheit im Auktionssaal, aber auch telefonisch, schriftlich und via Internet von jedem Ort der Welt aus möglich, was zu einer erheblichen Vergrößerung des Kundenkreises im In- und Ausland geführt hat.

Höchstzuschläge aus dem Jahr 2016

  • Reinhold Nägele (Murrhardt 1884–1972 Stuttgart), „Wolkenkratzer New York“, 1953, Tempera, Maße 48×33,5 cm, Zuschlag 27.000 €
  • Verner Panton (Gamtofte 1926–1998 Kopenhagen), Hängeleuchte Ball Lamp Typ G, Entwurf 1969/70, Hersteller J. Lüber, 1971, Höhe 112 cm, Zuschlag 23.000 €
  • Edgar Bundy (Brighton 1862–1922 London), „Vier Musketiere im Wirtshaus“, Öl auf Leinwand, signiert und datiert 1897, Maße 71×120 cm, Zuschlag 19.000 €
  • Email-Golddose mit Amor-Motiv, Genf, 18. Jahrhundert, Maße 9×6,5×1,8 cm, Zuschlag 13.000 €
  • Black Bowmore 1964, erste Abfüllung 1993, Morrison’s Bowmore Distillery, Nr. 1735/2000, Original-Holzkiste, Zuschlag 5.500 €
  • Charles Goode (aktiv 1686–1730), Stockuhr, London um 1700, Werk mit Pendel und Schlag auf zwei Glocken, Maße 25×26×17,5 cm, Zuschlag 4.500 €

Literatur

  • Yves Siebers – Porträt. Erschienen im Auktions-Sonderheft des Sammlerjournals, Frühjahr 2012, S. 48–51
  • Maira Schmidt: Der Chef schwingt den Hammer selbst – Das Auktionshaus feiert mit einer Jubiläumsauktion sein zehnjähriges Bestehen. Stuttgarter Zeitung, 26. Oktober 2012
  • Peter Dittmar: Kaufen leicht, verkaufen nicht – Gebt Micky Maus eine Chance, Yves Siebers versteigert 19 Erstausgaben. Kunst und Auktionen, 14. März 2014

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